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700 Jahre Brille
Die Brille - seit langem hilft sie bei Sehschwächen und Sehproblemen.
Brillen galten als Kennzeichen von Gelehrten oder auch als typisch für Mauerblümchen und Streber. Mit der Einführung von Kontaktlinsen drohten sie, fast verdrängt zu werden. Doch heute ist die Brille mehr denn je "en vogue" und hat sich vom schmucklosen Hilfsmittel zum modischen Accessoire für jeden Anlass entwickelt.
Im 14. Jahrhundert dienten geschliffene Edelsteine aus der Gruppe der Berylle (daher auch das Wort Brille!) als Brillengläser. Die Fassungen waren aus Eisen, Holz oder Horn - und ohne Bügel. Zu dieser Zeit hielt sich der Mönch in der Schreibstube die Sehhilfe einfach vor die Augen. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts entwickelte sich die alltagstaugliche Brille mit Bügeln, Klemmmechanismen oder Bändern aus Leder.
Heute ist noch immer Glas im Einsatz - daneben erfreuen sich aber auch Scheiben aus Kunststoff oder hoch bruchfestem und ultraleichtem Polycarbonat großer Beliebtheit. Und die modernen Brillenfassungen sorgen heute dank High-Tech-Werkstoffen wie Titan, flexiblen Stahllegierungen und speziellen Kunststoffe für Leichtigkeit und Tragekomfort.
Doch ein Material hat sich über alle Jahrhunderte hinweg durchgesetzt: Hornbrillen – Sie waren und sind unsterbliche Klassiker.
Erscheinungsdatum: 2006-06-30
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